Grillen und braten auf Holz
Die Geschichte

Lange Zeit vor der Besiedelung der nordwestamerikanischen Pazifikküste durch europäische Einwanderer, bereiteten die Ureinwohner – fälschlich als „Indianer“ bezeichnet - ihren Lachs über offenem Feuer auf feuchten Rotzedernholzplatten zu.

Sie hatten erkannt, dass der Geschmack des Fisches, durch die verqualmenden Inhaltsstoffe von Rotzeder, eine würzige Note bekam.

In nordamerikanischen Restaurants und Haushalten wurde die Technik des „plank-cooking“ in der Mitte des
19. Jhdts. populär. Einfache Rezepte für die Zubereitung von Fisch und Huhn sind in Kochbüchern publiziert  worden
                      ‚befette ein Eichenbrett, lege Fisch oder Huhn darauf und brate es im heißen Ofen’

Mittlerweile wurde von Küchenchefs die Technik verfeinert und „cedar-planked salmon“ – Lachs auf Rotzeder – ist ein äußerst populäres Gericht in Restaurants an Nordamerikas Pazifikküste.

Irgendwann in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jhdts., als George Stephen den ersten Weber Kettle entwarf und die ersten Gasgriller auf den Markt kamen,  wurde auch das Grillen auf Holzbrettern populär.
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BBQ Grillbretter
Grillen auf Holz

Wenn Holz brennt oder glost entsteht Rauch.
Rauch besteht aus 3 Substanzen: kleine Russpartikel, Wasserdampf und aromatische Kohlenwasserstoffe – die zauberhaften, unsichtbaren Dämpfe welche die Extrakte des Holzaromas enthalten.

Wenn Rauch die Speisen im geschlossenen Grill umgibt, dann dringt er in sie ein und verleiht ihnen das herrliche, rauchige Aroma, das wir an gegrillten Speisen so lieben.

Das Grillbrett bietet den darauf liegenden Speisen Schutz vor zu starker Hitze, wodurch die Speisen saftiger und zarter bleiben.
Grillplatte
Braten auf Holz

Die vor einiger Zeit  von Spitzenköchen in Kanada und den USA wieder entdeckte Brattechnik. findet nicht nur Anwendung für die Zubereitung von geschmackvollen Lachsgerichten sondern auch für die Zubereitung von köstliche Speisen mit Geflügel- und Schweinefleisch,  welche direkt vom Backofen auf der Holzbratplatte dem Gast serviert werden.

Die Speisen erhalten auch im Backofen ein wunderbares Holzaroma.
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Die Holzarten
Rotzeder
Redcedar
Roterle
Alder
Hickory
BBQ-Hickory
Bigleaf maple
Pazifik Ahorn
Kanadische Rotzeder
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Süßes, würziges Aroma vermischt mit einem milden, rauchigen Geschmack. Leicht adstringierend.
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Bestens geeignet für Fisch-gerichte aber auch für Speisen mit Fleisch von Schwein und Lamm.
Roterle
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Kräftig rauchiger, mit leichtem Vanillearoma vermischter Geschmack.
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Wird in Westkanada traditionell zum Räuchern
von Lachs verwendet.
Hickory
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Herzhaftes, rauchiges Aroma.
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Hervorragend geeignet für Rindfleisch und Geflügel.
Pazifik Ahorn
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Süßes, butterartiges Aroma.
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Für alle Arten von Speisen geeignet. Hervorragend für Schweinefleisch und
Geflügel.
Die Technik
Grillen mit Grillbrett auf Gas- oder Holzkohlengrill mit Abdeckung
1. Quellen:
Grillbretter vor jeder Verwendung mindestens 1 Stunde in Wasser, eventuell mit Zusatz von Wein, Whiskey oder Fruchtsäften, quellen lassen.
Es wird aber empfohlen, die Bretter länger, womöglich über Nacht, in Flüssigkeit zu legen, da bei zu kurzen Quellzeiten die Bretter beim Grillen leichter Feuer fangen und man oft damit beschäftigt ist, die Flammen zu löschen.
Harthölzer wie Roterle, Hickory und Pazifik Ahorn haben eine höhere Dichte und benötigen daher längere Quellzeiten.
Zum Beschweren der Bretter keine Metalldosen verwenden – sie könnten rosten!
2. Grillgut vorbereiten:
Vor dem Starten des Grills alle vorbereitenden Arbeiten verrichten.
3. Vorheizen:
Den Grill auf mittlere Hitze vorheizen.
Das heißt für einen Gasgrill ca. 5 Minuten Vorheizzeit.
Bei einem Holzkohlengrill braucht man ca. 15 bis 20 Minuten.
4. Grillbrett vorbereiten:
Das Grillbrett aus der Flüssigkeit nehmen, unter fließendem Wasser reinigen, und mit der rauen Seite nach unten auf den Grillrost legen.
Die Abdeckung des Grills schließen.
5. Grillbrett anrösten:
Nach ungefähr 4 oder 5 Minuten ist aus dem Inneren des Grills ein leichtes Knacken und Knistern zu hören und leichter Rauch wird aus dem Grill aufsteigen.
Jetzt nicht zu lange warten, da sich sonst das Brett entzündet – besonders bei einem Gasgrill!
6. Grillgut auflegen:
Es sollte rund um das Brett ein Rand von ca. 2,5 bis 5 cm frei bleiben.
Ölen des Brettes ist nicht unbedingt notwendig.
Tipp: Eventuell eine Prise Salz auf das vorgewärmte Grillbrett streuen, damit sich die Speise nicht anlegt.
7. Hitze reduzieren:
Sofort nach dem Auflegen muss die Hitze reduziert werden, wodurch ein schonenderes Garen erreicht wird und die Bretter weniger oft zu brennen beginnen.
Bei Gasgrills soll nach Möglichkeit eine innere Temperatur von 175° - 260°C herrschen.
8. Grillvorgang beobachten:
Immer darauf vorbereitet sein, die entzündeten Ränder des Grillbrettes mit Wasser aus einer Sprühflasche zu löschen.
Die Abdeckung des Grills aber nicht zu oft öffnen, weil dadurch die Entflammung begünstigt wird.
9. Grillspeise und Grillbrett    
.....vom Grillrost nehmen:
Die fertige Grillspeise vom Brett nehmen und anschließend das Brett vom Grillrost entfernen oder das Grillbrett samt der Grillspeise vom Grillrost nehmen und auf einer hitzebeständigen Unterlage servieren.
10. Abkühlen des Grillbrettes:
11. Reinigung und  
......Aufbewahrung:
Einfach in mildem Seifenwasser waschen, gut spülen, an einem luftigen Ort trocknen lassen und aufbewahren.
Man kann eventuell die Oberfläche des getrockneten Grillbrettes schleifen, um die Holzporen zu öffnen,
und dass bei der nächsten Verwendung mehr Aroma dem Holz entströmen kann.

Die Grillbretter können, solange sie nicht vollständig durchgebrannt sind, mehrmals verwendet werden.
Rotzeder Grillbretter werden rascher durchbrennen als Hartholz Grillbretter.
Braten auf Bratplatte im konventionellen Backofen
1. Neue Holzbratplatten müssen vor den ersten 2 bis 3 Verwendungen mit Olivenöl oder gutem Pflanzenöl behandelt werden.
   Man braucht dazu etwa 2 bis 3 Esslöffel Öl und trägt dieses mit einem weichen Tuch auf die Oberseite der Bratplatte auf.
   Nach mehrmaligem Verwenden der Platte bekommt diese eine intensive braune Färbung, und es ist nicht mehr notwendig, die Bratplatte  
    vor dem Zubereiten der Speisen mit Öl zu behandeln.

2. Bevor die Zutaten auf die Holzbratplatte gelegt werden, muss diese im Backofen bei 180°C auf mittlerer Position ca. 15 Minuten 
   vorgewärmt werden.

3. Die Holzbratplatte kann direkt vom Ofen, auf einer hitzebeständigen Unterlage, auf den Tisch serviert werden.

4. Nach der Verwendung einfach in warmem Wasser, mit etwas mildem Geschirrspülmittel, mithilfe einer weichen Bürste reinigen und an  
   einem luftigen Ort aufbewahren.
BBQ-Grillbrett
Dimensionen unserer Grillbretter:  ca.   9 x 175 x 355 mm
Dimensionen unserer Bratplatten:  ca. 37 x 165 x 355 mm

Sämtliche Produkte sind aus unbehandeltem, kammergetrocknetem (ca. 8%) Holz, in erstklassiger Qualität hergestellt  
Rezept für das Grillen auf Holz
BBQ Lachs nach „Fire Chef“- Art auf Roterle (auch Rotzeder oder Hickory)
4 bis 6 Portionen

David Veljacic wird in Kanada „father of barbecue“ genannt. Er gründete “The Canadian National Barbecue Championship” in
New Westminster (British Columbia). Von Beruf war David Feuerwehrmann, deshalb sein Nickname “Fire Chef”. An Krebs erkrankt
starb er im Jahr 2001. Während seiner Krankenurlaube schrieb er Kochbücher und unterrichtete eine Generation von Hobbyköchen
in der Barbecue- und Grillkunst. Eines seiner bekanntesten Rezepte wurde von Ron Shewchuk (Kanadas Barbecue Champion und
Bestseller-Autor) für das Garen auf Grillbrettern adaptiert.

Für die Marinade: 
75 ml fein gehackte Petersilie
45 ml fein gehackte, in Öl eingelegte, sonnengetrocknete Tomaten
15 ml Öl von den eingelegten Tomaten
75 ml Olivenöl

Für den Lachs:
1 Grillbrett Roterle, über Nacht oder mindestens eine Stunde in Wasser gequellt.
1,2 kg Lachsfilet, entbeint, mit oder ohne Haut
1 Esslöffel Salz
1 geröstete Knoblauchknolle – siehe Rezept ganz unten

Alle Zutaten für die Marinade vermischen. Das Lachsfilet in eine geeignete Porzellanschüssel legen. Die Marinade über das Filet verteilen. Mit einer Plastikfolie die Schüssel mit dem marinierten Lachs abdecken und über Nacht einkühlen.

In das Lachsfilet der Länge nach 2 lange Schlitze schneiden -nicht das Filet ganz durchschneiden. Das Salz mit der gerösteten Knoblauchpaste vermischen und das Gemisch über das Filet und in die Schlitze verteilen. Anschließend das Lachsfilet mit der Marinade bedecken.

Den Grill 5 bis 10 Minuten auf mittlere Hitze vorheizen, bzw. so lange bis die Temperatur im Grill 260°C erreicht hat. Das gequellte Grillbrett auf den Grillrost legen. Den Deckel des Grills schließen und das Grillbrett 4 bis 5 Minuten erhitzen, bzw. so lange, bis das Brett leicht zu rauchen und zu knistern beginnt.

Den Lachs auf das Grillbrett legen und die Temperatur des Grills reduzieren. 15 bis 20 Minuten garen lassen, oder so lange bis das Innere des Fisches eine Temperatur von 57°C erreicht hat.

Den Lachs mit dem Grillbrett vom Grillrost entfernen, auf eine hitzefeste Unterlage stellen und servieren.

Geröstete Knoblauchknolle:

Das Backrohr auf 175°C vorheizen (oder den Grill vorheizen). Mit einem scharfen Messer die Oberseite der Knoblauchknolle soweit
abschneiden, bis die Spitzen der Knoblauchzehen freigelegt sind. Mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gesamte Knolle fest in Alufolie wickeln. Mit der beschnittenen Seite nach oben in das Backrohr geben (oder auf ein Grillbrett bei niedriger Temperatur im Grill) und ca. eine Stunde, oder bis der Knoblauch weich und leicht gebräunt ist, rösten lassen.

Nach dem Abkühlen die Knolle drücken, und der geröstete Knoblauch kann als Paste aus der Knolle herausgepresst werden.

Quelle: „Planking Secrets – How to grill with wooden planks for unbeatable barbecue flavor“ von Ron Shewchuk
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Immer darauf achten, dass das Grillbrett sofort aus dem Grill entfernt wird.
In Wasser tunken oder mit einem Wasserschlauch abspritzen.